Wer ich bin? Ist dies von Belang? Genügt diese Frage nach dem Subjekt, erfasst sie die Tiefe einer Existenz? Wer und Was müssen ebenbürtig gelesen werden, soll der Versuch der Ergründung eines Menschen von - fragmentiertem wenigstens - Erfolg gekrönt sein. Welche Persönlichkeit also verbirgt sich hinter diesen Worten virtueller Vergänglichkeit?
Eine starke. Eine schwache. Eine zerbrechliche. Eine verwirrte und verirrte. Eine Persönlichkeit, die mit klarsichtiger Naivität durchs Leben schreitet, auf der Suche nach etwas, das Sinn verleiht in dieser grotesken Welt des summenden Wechselspiels von betörender Schönheit & grausamer Tristesse.
Getragen wird sie von beherztem Idealismus. Ein schweres Wort, vielfach besetzt, zuweilen sehr missverstanden. Ein zweischneidiger Begleiter, droht man doch, an seinem Anspruch an eine bessere Welt gar zu baldig zu ersticken, wenngleich Hoffnung als Triebmotor die gebeutelte Seele zu nähren vermag. Ist er mir manche Stunde ein Dorn in Geist & Fleisch, könnte ich doch nie ohne ihn existieren, treibt er schließlich an zu glauben, woran auch immer.
Als Widerpart zu diesem und ergänzendem Teilstück zugleich hat die Weisheit des melancholischen Wanderers sich meine Seele als Heimstatt erkoren. Traurigkeit innewohnt dieser Welt, sie anzuerkennen als natürlich, ja gar ihre Existenz notwendig zu wollen ist die Botschaft der Melancholie; nicht Zorn und Bitterkeit sollen die Kammern unsrer Herzen füllen, eine bloße Traurigkeit genügt, um umso stärker die Farben der Fröhlichkeit empfangen zu können.
In äußerer Gestalt erfüllt indes die Fotografie als Kind des ungetrübten Ausdrucks vollumfänglich ihren Sinn, erhält sich selbst gemäß dem Wesen der Kunst und schafft dem Geist eine Sphäre des verrückten Entrücktseins, stillt den expressiven Drang des Menschen nach Freiheit. Sie ist die Flammenzunge, welche im Glühen des Idealismus unter wachsamen Augen der Wehmut Funken schlägt und abstrakte Botschaft in verstandenes Symbol transformiert.
Zuletzt verbleibt der sprachliche Ausdruck, der als Schmieröl dieses Apparats fungiert und zuvor genannte Elemente in gegossener Schrift vereint; er dient als Gerüst, webt Brücken über andernfalls verwaiste Klüfte in den Kavernen des geistigen Labyrinths und spannt ein Netz, Halt und Obdach bietend für die in Finsternis verirrten Fragmente des Alles, was eine Person zu beschreiben vermag.
Friday, October 23, 2015
Eine Selbstdarstellung. Unvollständig.
Photographer. Writer. Idealist. Pseudo-intellectual observing and criticizing society.
I'm a bit shy, but very funny and open-min...- oh well, fuck that shit.
I'm human.
A struggling animal being consisting of various contradicting idiosyncrasies. Fearless, open-minded and awesome from time to time; lonely, insecure and trembling likewise. A whole-hearted person embracing emotionality on a profound level of existence.
I crave authenticity in life, in people. Something real, something beneath our societal masks and shells fed by fear of disconnection.
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
No comments:
Post a Comment